Unser Beitritt zum Bündnis für nachhaltige Textilien

Stefan Niethammer übergibt Staatssekretär Thomas Silberhorn die Beitrittserklärung

Stefan Niethammer übergibt Staatssekretär Thomas Silberhorn die Beitrittserklärung

Wir haben lange überlegt und gewartet ob wir dem Bündnis für nachhaltige Textilien beitreten sollen oder nicht.

Die Geschichte fing für uns ja schon in der Vor-Gerd-Müller-Zeit an: im November 2013 fand in Berlin die European Conference on Living Wages statt an der 3FREUNDE ihr Konzept der unternehmerischen Verantwortung und Gründung einer eigenen Näherei einem europäischen Fachpublikum vorstellen durfte.
2014 wurde 3FREUNDE dann für seine Lieferkette mit dem Fairtrade-Award aus der Hand von Entwicklungshilfeminister Gerd Müller ausgezeichnet.

Im selben Jahr wurde dann auch das Textilbündnis gegründet. Schon damals überlegten wir uns beizutreten, aber uns erschien die erste Fassung der Ziele zu unspezifisch. So fand die Gründung auch mit vielen NGOs und ausgewählten, kleinen bis mittelgroßen Textilunternehmen statt, aber ohne 3FREUNDE und auch ohne die großen Namen der Branche.
Das überraschte, doch waren die aus unserer Sich laschen Kriterien für die Großen der Branche noch viel zu verbindlich und streng.
Da ein Textilbündnis aber ohne die Mitgliedschaft nennenswerter Verkaufsvolumina nicht zielführend ist, hat sich das Textilbündnis zu einer weiteren Aufweichung der Kriterien hinreißen lassen.
Infolge dessen konnten nun große Teile der deutschen Textilindustrie beitreten, da sie nur wenig Konsequenzen fürchten mussten und eine tatsächliche Veränderung ihres Geschäftsgebarens nicht notwendig erschien.
Fertig war eine wunderschöne Green-Washing-Initiative.

2015 signalisierten uns dann Mitarbeiter des Ministeriums dass die Kriterien für die Mitglieder nach und nach verschärft werden sollen und konkrete Schritte in Richtung Nachhaltigkeit gegangen werden sollen. Sie ermunterten uns dem Bündnis beizutreten, da es wichtig sein, Innovatoren mit dabei zu haben, die zeigen dass es auch heute schon möglich ist, ökologische, ethische und wirtschaftliche Aspekte zu vereinen.

Mit der Ankündigung einer Liste von verbotenen Chemikalien setzt sich das Textilbündnis erstmals (kleine) verbindliche Ziele. Damit ist zu erkennen, dass im Textilbündnis tatsächlich etwas passiert.
Entsprechend haben wir uns entschlossen dem Bündnis für nachhaltige Textilien beizutreten um uns mit unseren bescheidenen Möglichkeiten einzubringen.

Wir sehen den Beitritt in das Textilbündnis also nicht als weiteres Siegel, dass wir etwas tun, sondern als Möglichkeit von unseren Ansätzen andere profitieren zu lassen.
Denn die Kriterien die das Textilbündnis an ihre Mitglieder stellt, über-erfüllen wir schon seit unserer Gründung.

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