Veranstaltungen nachhaltiger gestalten

Bei Electronic Goes Green war das große Thema die Elektronik/IT grüner und nachhaltiger zu gestalten. Entsprechend war für die Veranstalter klar, dass auch die Bekleidung der Mitarbeitenden Fair und Bio sein sollten und im besten Fall auch noch zu fairen Bedingungen (Living Wages) gefertigt wurden.

Genau diesem Profil entsprechen 3FREUNDE-Shirts. 2014 mit dem Fairtrade-Award ausgezeichnet, werden Shirts und andere Oberbekleidung seit über vier Jahren in der eigenen Näherei hergestellt. Entsprechend unserer selbst gesetzten Ziele bezahlen wir den Nähern dort existenzsichernde Löhne und ermöglichen unseren Kunden auch einen Einblick in unsere Lieferkette.
So können unsere Kunden für deren Öffentlichkeitsarbeit auf Fotos und Video entlang der Lieferkette zurückgreifen und begreifbar machen, wie komplex und vielschichtig die Herstellung eines T-Shirts ist.

Zu einem nachhaltigen Event gehören Fairtrade-Bio-Shirts von 3FREUNDE

Zu einem nachhaltigen Event gehören Fairtrade-Bio-Shirts von 3FREUNDE

Unser Beitritt zum Bündnis für nachhaltige Textilien

Stefan Niethammer übergibt Staatssekretär Thomas Silberhorn die Beitrittserklärung

Stefan Niethammer übergibt Staatssekretär Thomas Silberhorn die Beitrittserklärung

Wir haben lange überlegt und gewartet ob wir dem Bündnis für nachhaltige Textilien beitreten sollen oder nicht.

Die Geschichte fing für uns ja schon in der Vor-Gerd-Müller-Zeit an: im November 2013 fand in Berlin die European Conference on Living Wages statt an der 3FREUNDE ihr Konzept der unternehmerischen Verantwortung und Gründung einer eigenen Näherei einem europäischen Fachpublikum vorstellen durfte.
2014 wurde 3FREUNDE dann für seine Lieferkette mit dem Fairtrade-Award aus der Hand von Entwicklungshilfeminister Gerd Müller ausgezeichnet. Weiterlesen

So funktioniert unser Marketing jedenfalls nicht

Berichterstattung die keine ist. Wieso gekaufte Presseartikel schlecht sind.

Diese Woche trudelte mal wieder ein „unwiderstehliches“ Angebot bei uns ein. In der Zeitung „Welt“ soll ein Beileger zum Weltwassertag erscheinen. Freudig lasen wir:„Ich würde mich sehr freuen, in diesem Zusammenhang mit 3FREUNDE als Anbieter Fair Trade-zertifizierter Produkte zusammenzuarbeiten. Ich kann mir sehr gut vorstellen, Sie über einen redaktionell neutralen Gastbeitrag oder eine Produktplatzierung in die Kampagne aufzunehmen und das Thema ‚Fair Trade‘ mit Ihnen zu gestalten.“
Das können wir uns natürlich auch gut vorstellen, schliesslich tauchen wir immer wieder in Zeitschriften auf und neben dem Verkaufen von Fairtrade-zertifizierten Biobasics haben wir ja auch einen missionarischen Auftrag Menschen aufzuklären.
Nicht so gut fanden wir aber, dass wir für diesen „neutralen Gastbeitrag“ regulär fast 4400€, nach Abzug von Rabatten immer noch 2700€ (plus MwSt!) bezahlen sollten. Weiterlesen

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Turnbeutel aus Kluftstoff – Nicht nur für Pfadfinder

Unsere Wurzeln liegen bei den Pfadfindern, genau gesagt bei der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg. Nach einer Produktion von Kluften, den traditionellen Pfadfinderhemden, haben wir jetzt etwas besonderes für alle Stämme und Pfadfindergruppen:

Zu Weihnachten bieten wir in einer Aktion Turnbeutel aus original Kluftstoff an.
Selbstverständlich aus zertifizierter Fairtrade-Biobaumwolle inkl. Fairtrade-Code, um zu sehen, wo die Baumwolle herkommt. Weiterlesen

Shirts für Kleinkinder.

Kleinkindershirts FB 3FREUNDE 5klWir haben uns an ein neues Projekt gewagt: Kleinkindershirts!

Wie gewohnt aus zertifizierter Fairtrade-Biobaumwolle von Nähern gefertigt, die existenzsichernde Löhne für ihre tolle Arbeit erhalten.

Zur FAIR HANDELN in Stuttgart brauchen wir nun Dich um den Schnitt auf Länge und Breite (Herz und Nieren) zu testen. Dazu gibt es den Doppelpack für 15€ (statt 20€ einzeln). Im Gegenzug füllst Du einen kleinen Online-Frageboge aus, in dem Deine Eindrücke abgefragt werden.
Cooler Deal, oder?

Jetzt also schon mal einen Tag für die FAIR HANDELN (Donnerstag bis Sonntag) vormerken und einen Pack abholen. Größen gibt es von 50/56 bis 110/116. Nur solange wir auch welche da haben.

Fairtrade Conference und Fairtrade Award 2014 – groß und klein bewegen sich

FT Award 1

Berlin. Ellington Hotel. Es ist 19.00 und die Awards werden verliehen. Als der Bundesentwicklungsminister die Laudatio für die Zweitplatzierten hält, stelle ich irgendwann fest, dass er uns mit seinen Ausführungen nicht meinen kann. Der dritte Platz ist schon verkündet, also können wir nur gewonnen haben. Mein Puls rast trotzdem, als der Minister zum ersten Preis übergeht. Kurz darauf stehen wir auf der Bühne. Anke Engelke lädt Stefan quasi auf ihr Zimmer ein. Blumen. Photos. Später Tanzen.

Den ganzen Tag standen andere im Mittelpunkt. Große Handelskonzerne und Hersteller – wir sind ein sehr kleines Licht im Feuerwerk der Großen bei der International Fairtrade Conference. Es ist aber schön zu sehen, dass inzwischen auch große Marken wie Rewe und Ferrero wirkliche Veränderung betreiben und mehr zum Thema „Faire Arbeitsbedingungen“ in der Kakaoindustrie beitragen wollen.

Das ist auch dringend notwendig meint Dr. Auma Obama, die mit ihrer Stiftung „Sauti Kuu“ dazu beiträgt, dass junge Menschen in Kenia selbstbewusst in eine eigenständige Zukunft gehen können. „Aus Fairtrade muss Realtrade werden“, appelliert sie immer wieder. Es geht nicht um Almosen, sondern eine echte Änderung der Geschäftspraktiken.

Fairtrade Award Berlin 2014Fairtrade kann nur der Anfang sein, meint auch Harry Brouwer (CEO Unilever Deutschland): „It´s not about CSR, it´s about including this in your real business model.“ Gerade im Agrarbereich hätte die Bezahlung fairer Löhne und fairer Preise für die Erzeugnisse einen großen Einfluss. Dort erzielen sie eine gute Multiplikatorwirkung. „The power of agriculture is to fuel the local developement“, beschreibt Peter d’Angremond, der Geschäftsführer von Max Havelaar Niederlande.

Ein großer Starterfolg gab es für das Fairtrade Sourcing Partnership (FSP) beim Kakao. So wird Ferrero Deutschland in den kommenden drei Jahren 20.000 Tonnen Kakao aus dem Fairtrade System kaufen. Zur Einordnung: Das sind pro Jahr 10 % der bisher abgesetzten Fairtrade Kakao Menge.

Mein Eindruck von der gesamten Konferenz war, dass sich alle bewegen wollen, dies aber mit unterschiedlicher Intention und Geschwindigkeit.

Abends dann die Award-Verleihung im festlichen Rahmen. Etwa 300 geladene Gäste und auch einige Prominenz sind zugegen. Mit Musik des Hope Theater Nairobi ging es in den Saal und umgehend begrüßte uns Anke Engelke.

Gleich zu Beginn wurde die Kategorie, in der wir nominiert waren aufgerufen: Hersteller. Die Konkurrenz war stark: Bei allen Kennziffern sind Chocolat Halba, wie auch die Wertform AG sicher 100-mal so groß wie wir. Wir sind aber die einzigen die 100 % Produkte aus Fairtrade-Rohstoffen herstellen. Wie Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller in seiner Laudatio betonte war es gerade die erfolgreiche Umsetzung der Vision, welche die Jury beeindruckte. Damit belohnte die Jury unseren Willen, die Dinge grundsätzlich anzugehen und es dann auch umzusetzen. Das ist zumindest das, was ich, außer eines Schlafdefizits, von diesem Abend mitgenommen habe.

FT Award 2Mein Aufmerksamkeit für die anderen Kategorien war verständlicherweise ein wenig geringer, aber auch hier fanden sich tolle Preisträger: Herausgestochen hat für mich dabei das Engagement der Schokofair AG der Montessori Schule Düsseldorf. Der erste Preis in der Kategorie „Zivilgesellschaft“ lobt die Hartnäckigkeit, mit der die Schülerinnen und Schüler Missstände in der Kakao-Industrie anprangern und faire Alternativen hervorheben.

Es war schön in Berlin dabei gewesen zu sein. Dass wir dieses Erster-Platz-Frühstücksbrett dann auch noch mit nach Hause nehmen durften, setzt dem Allen natürlich die Krone auf.

Rapha

Wo jedes Shirt beginnt.

IMG_6055Der Weg zurück zum Ursprung unserer Lieferkette brachte mich die letzten Tage nach Titilagarh in den östlichen Bundesstaat Orissa. Hier produziert die Pratima Organic Grower Group die Fairtrade zertifizierte Biobaumwolle für die Shirts von 3FREUNDE.

Orissa ist ein landwirtschaftlich geprägter Bundesstaat in dem der wirtschaftliche Erfolg sehr vom Monsunregen abhängt. Baumwolle ist für die Bauern oftmals die einzige Geldeinnahmequelle, eine Cash Crop. Wenn der Monsum zu spät kommt, so ist das Wachstum der Baumwolle gefährdet und es bleibt nur der geringe Ertrag aus den Gemüsesorten die später angebaut werden. Dank dem Einsatz von Biobaumwolle ist wenigstens das möglich und eine klassische Fruchtfolge machbar. Auf Feldern mit Baumwolle im konventionellen Anbau wächst durch den Einsatz von Pestiziden nichts als Baumwolle.

Meine Reise startet mitten in der Nacht in Raipur, der nächst größeren Stadt, und führt mich nach 5 Stunden Autofahrt in ein kleines Dorf. Fast alle hier bauen Baumwolle an. Es gibt zwei Anbaugruppen in denen sich die Farmer gegenseitig unterstützen. Die eine besteht aus Frauen das Dorfes, die Andere aus Männern.

Wie Stefan im Bericht seiner Reise vom vergangenen Oktober schon beschrieben hat, sind es vor allem die Frauen die sich trauen zu sagen was sie benötigen. Sie brauchen dabei Unterstützung, dass sie nicht nur vom Regen abhängig sind. Wasser ist hier alles. Alles Gute und alles Schlechte. Im letzten Jahr fiel der Monsun spät, was einen geringeren Ertrag auf den Feldern zur Folge hatte.

IMG_5964Um die Baumwollbauern mit diesem Risiko nicht alleine zu lassen garantiert das Entkörnungsunternehmen Pratima Agro & Paper Pvt Ltd den Bauern die Abnahme der Baumwolle. Mein Begleiter Pati, der dort für die Betreuung der Kooperativen zuständig ist, sagt, dies sei ein wichtiger Schritt die Bauern darin zu bestärken, dass sie mit Fairtrade Biobaumwolle auf dem richtigen Weg sind. Nach ein paar Ernteausfällen kämen diese sonst auf die Idee, dass es vielleicht mit herkömmlicher Baumwolle und robustem Saatgut besser funktionieren könnte. Das kann kurzfristig der Fall sein, aber nach ein paar Jahren ist der Boden ausgelaugt und der Baumwollanbau nicht mehr möglich. Dann muss teurer Kunstdünger die Fruchtbarkeit wieder herstellen. „Es ist ein Weg in die Abhängigkeit und ins verderben“, wie Pati drastisch beschreibt.

Insgesamt wird an die Gemeinschaften der über 3500 Baumwollbäuerinnen und Baumwollbauern pro Jahr eine Fairtrade Prämie von fast 80.000 € ausbezahlt, dafür liefern sie aber auch 4400 Tonnen Baumwolle ins Fairtrade System. Die Anbaufläche dafür sind 45 km2, zum Vergleich: Die Stadt Konstanz hat eine Fläche von 55 km2. „Die Fairtrade Prämie fördert die wichtigste Ressource in dieser Region: den Zusammenhalt der Menschen.“ erklärt Pati. Zeichen dieser Prämien sind Versammlungs- und Lagergebäude, kleine Nähwerkstätten und zum Teil Gesundheitsstationen.

IMG_6075Die Bewohner des zweiten Dorfes das ich an diesem Tage besuche sind sehr stolz auf meinen Besuch. Sie sehen es als Anerkennung ihrer Arbeit, das sich Menschen vom anderen Ende der Welt für ihre Situation interessieren. Ich erzähle Ihnen, dass wir versuchen den Menschen in Europa klar zu machen, dass ihre Konsumentscheidungen Folgen haben. In diesem Fall positive Folgen für die Bauern in Jhikidunguri, dem Dorf in dem ich mich befinde.

Das erinnert mich an den Grund meines Besuchs und des Wirtschaftens von 3FREUNDE: Die globale Dimension der Textilindustrie aufzuzeigen und auf Augenhöhe durch Handel die Welt zum Positiven verändern. Ich erkläre ihnen, dass es ohne ihre Arbeit meine Arbeit nicht gäbe.

Es ist ein kleiner Schritt für dich ein T-Shirt aus Fairtrade zertifizierter Biobaumwolle zu kaufen, aber es kann die Welt für einen Baumwollbauern bedeuten.

Es ist schon unglaublich zu sehen, welchen Unterschied der Kauf eines T-Shirts aus zertifizierter Fairtrade-Biobaumwolle machen kann. Und wie sehr es mich doch wieder überrascht, wie viele Menschen in den Entstehungsprozess eines T-Shirts eingebunden sind.

Wir machen den Unterschied: für die Bauern, die Färber und Näher und vor allem auch die Umwelt.  Das macht mich stolz.

Kann ich das Shirt auch in einer anderen Farbe haben?

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Als ich vor über zwei Jahren bei 3FREUNDE zu arbeiten anfing, hatte ich vom Färbeprozess folgende Vorstellung: Männer stampfen in Färbebrühe und Stoff. Dabei war meine Hoffnung, dass bei der Färberei die für 3FREUNDE arbeitet die Leute wenigstens Gummistiefel tragen. So wenig Ahnung hatte ich von alldem.

Dieses Bild war und ist natürlich gänzlich falsch, denn gerade im Fairtrade-Bio-Bereich sind die Färbeprozesse schon sehr lange industrialisiert. Ich sah Bilder aus der Färberei. Riesige Waschmaschinen die Kiloweisestoff stundenlang hin und her walken bis dieser die richtige Farbe bekommen hat. Aber auch das entspricht in seiner Einfachheit nicht der Realität, wie ich jetzt bei einem Besuch beim Färbedepartment Colorsburg von Shakthi Knitting in Tiruppur feststellen durfte. Hier werden auch die Stoffe für 3FREUNDE gefärbt.

Das Erdgeschoss der riesigen Halle wird dominiert von Stoffballen. Diese werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Zuerst werden die 20kg schweren Stoffballen so lange zusammengeführt, bis sie das Färbegewicht erreicht haben. Für die kleinste Maschine sind dies 180kg. In die größte Maschine passt etwa eine Tonne Stoff.

Bevor jedoch der eigentliche Färbeprozess beginnt muss die richtige Farbe gefunden und gemischt werden. Meist schreibt der Auftraggeber eine Farbe aus dem Pantone-Farbsystem vor. Um diesen zu spezifizieren werden im Labor sogenannte Lab Dips angefertigt. Farbmuster die dann als physische Abnahmemuster dienen. Dies geschieht in einer Maschine die dazu bis auf 0,05 ml genau Chemikalien mischen kann. Ist die richtige Rezeptur gefunden und der Kunde zufrieden beginnt der Färbemeister mit der Mischung der Farbe und dem Färben des Stoffes. Hierbei werden nur Farb- und Zusatzstoffe verwendet die nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zugelassen sind.

Dieser Prozess dauert 6 Stunden, die Maschinen laufen 24 Stunden an 6 Tagen die Woche. Dafür werden große Mengen Wasser gebraucht die später ordentlich entsorgt werden müssen. Im indischen Bundesstaat Tamil Nadu gilt eine „Zero Liquid Discharge“-Regelung, kein Tropfen Wasser darf die Anlage verlassen. Dazu später mehr.

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Nach dem Färben wird der Stoff getrocknet und geglättet, zuvor muss aber festgestellt werden, ob der Stoff die richtige Farbe angenommen hat. Der Farbtest im dafür vorgesehen Labor statt. Einzelnen Streifen werden unter kontrollierten Lichtbedingungen überprüft. Verschieden Waschmaschinen und andere Gerätschaften simulieren Wasch- und Tragebedingungen. Erst wenn diese Werte passen wird der Stoff für die Kunden verpackt und ausgeliefert.

Nun also zum Wasser. Direkt neben der Färbeeinheit befindet sich ein erst 12 Jahre altes Klärwerk. Getrennt nach dem Verschmutzungsgrad wird hier das Wasser von 7 Unternehmen eingeleitet. Ein biologisches Reinigungsverfahren reinigt das Färbewasser vor ehe es in die chemische Reinigung gelangt.

Die Anlage wirkt auf mich als Klärwasserleihe sehr imposant. In diversen Becken werden mit Zugabe von Enzymen und Chemikalien Reinheitsgrade erreicht, die den Werksleiter dazu veranlassten vor meinen Augen einen Schluck des Wasseroutputs zu trinken. Soweit wollte ich dann doch nicht gehen, aber theoretisch ist es möglich.

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Die größte Problematik ist jedoch der Salzgehalt des Wassers. Um den Färbeprozess erst möglich zu machen und zu beschleunigen wird dem Wasser vor dem Färben Salz zugesetzt. Dieses muss ihm später wieder entzogen werden. Dazu gibt es eine große Entsalzungsanlage. In der Trockenzeit und bei geringer Auslastung geschieht dies in großen Verdunstungsbecken, ansonsten auch in einem Verdampufungskessel der mit Holz befeuert wird.

Hier ist das größte Verbesserungspotenzial, sagte auch der Betriebsleiter von Shakthi Knitting beim anschließenden Gespräch. Er präsentierte die Möglichkeit des salzlosen Färbens. Dabei entstehen zwar im Färbeprozess zusätzliche Kosten, diese werden aber  durch den geringeren Aufwand bei der Abwasseraufbereitung beinahe wieder eingespart. Es bleiben Mehrkosten von etwa 10ct pro fertigem Shirt. Wir beschlossen über ein solches Projekt im Gespräch zu bleiben.

Insgesamt war ich wirklich beeindruckt vom technischen Aufwand des Färbeprozesses und der Abwasserreinigung. Dies hat nichts mit den Bildern zu tun die ich ursprünglich dazu im Kopf hatte. Nun gilt es zu schauen, welche Verbesserungspotenziale genutzt werden können und wie diese finanzierbar sind. Ich jedenfalls werde ab jetzt immer die Anlage und die Menschen die dort arbeiten im Kopf haben, wenn ich ein farbiges T-Shirt anziehe.

Hier noch mehr Bilder in der Facebook Bildergalerie: http://on.fb.me/1g2jTLK